Peter Hacks (* 21. März 1928 in Breslau, damals Provinz Niederschlesien; † 28. August 2003 in Groß Machnow) war ein deutscher Dramatiker, Lyriker, Erzähler und Essayist. Er begründete in den 1960er Jahren die „sozialistische Klassik“ und gilt als einer der bedeutendsten Dramatiker der DDR. Dort war Hacks neben Heiner Müller, Ulrich Plenzdorf und Rudi Strahl ein Bühnenautor, dessen Stücke auch in der Bundesrepublik Deutschland gespielt wurden. Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe war sein größter Erfolg.

Der Vater, Dr. Karl Hacks (1896–1950)[1] war Rechtsanwalt und Notar, die Mutter Elly(1896–1972)[2] in einem Montessori-Kindergarten tätig. 1920 kam ihr erster Sohn Jacob zur Welt. Karl Hacks war Mitglied der Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands (SAP). Seine Schwester Margarete Mende und ihr Ehemann Georg waren bei der Roten Hilfe aktiv und wurden 1935 von der Gestapo verhaftet. Seitdem durfte Karl Hacks nicht mehr als Notar tätig sein und war seit 1941 auch nicht mehr beim Oberlandesgericht zugelassen. Bei Kriegsende floh die Familie nach Dachau, die Tante Margarete Mende blieb als überzeugte Sozialistin in Halle (Saale).[3] Peter Hacks flieht mit Freunden am 23. Januar 1945 nach Abschluss des Notabiturs, wird von der Waffen-SS aufgegriffen, zum Reichsarbeitsdienst eingezogen und nur eine schwere Lungenentzündung rettet ihn in das Lazarett von Marienbad, wo er am 6. Mai 1945 durch US-Truppen befreit wird. Von dort schlägt der 17-jährige sich nach Wuppertal durch.[4] Im März 1946 legte er in einem Sonderlehrgang am Carl-Duisberg-Gymnasium in Wuppertal sein Abitur ab. Die schriftliche Abiturprüfung im Fach Deutsch erfolgte mit einem Besinnungsaufsatz zu Goethes Torquato Tasso V,5 „Ist alles denn verloren? …“ – Kennzeichnen diese Worte die augenblickliche Lage Ihres Lebens?[5]

Quelle: Wikipedia

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